Bella Foundation

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Bella Foundation

Beitragvon iris tzamalidis » Mi 1. Aug 2012, 11:58

In Ungarn arbeiten wir mit der Bella Foundation zusammen, die sich hier vorstellen möchte.

Unsere Stiftung besteht aus nur 5 Mitgliedern, Monika, Kati und ihr Mann Tibor, meine Frau Gizi und ich.
Die Hauptarbeit leisten die Damen, und wir, die Ehemänner helfen überwiegend im Hintergrund…

Unsere Aktivitäten auf dem Gebiet des Tierschutzes begannen vor 7 Jahren, als wir uns als ehrenamtliche Helfer einem privaten Tierheim anschlossen.
Für fast ein Jahr arbeiteten wir unter sehr ärmlichen Verhältnissen und versuchten die Bedingungen für die Hunde in dem kleinen einfachen Tierheim zu verbessern.

Nach einem Jahr bekamen wir dann große Hilfe vom Perrera e.V. Dank dieser Hilfe konnten während der folgenden 4 Jahre über 1500 unserer Hunde in Deutschland ein neues Zuhause finden und somit vor dem sicheren Tod in der Tötungsstation bewahrt werden.

Unglücklicherweise endete diese Zusammenarbeit vor 2 Jahren wegen interner Probleme bei Perrera und aufgrund von Konflikten mit der Besitzerin des Tierheims. Mitglieder von Perrera gründeten neue Vereine, die sich überwiegend anderen Tierschutzprojekten in anderen Orten zuwandten und wir waren gezwungen, die Bella Foundation zu gründen, um unserer Arbeit einen offiziellen Hintergrund zu geben.
Zur selben Zeit gewannen wir die Ausschreibung zum Betreiben der dem Tierheim angeschlossenen (sogen.) Tötungsstation. Glücklicherweise haben die Behörden erkannt, wie wichtig die Einstellungen der Tierschützer in dieser Sache sind und übertrugen uns alle entsprechenden Aufgaben. Und sie lassen uns so arbeiten, wie es für die herrenlosen Hunde besser ist, anstatt sie zwangsweise zu töten.

Als Betreiber dieser Station sind wir verpflichtet alle herrenlosen Hunde der Stadt einzusammeln bzw. aufzunehmen. Nebenbei müssen wir auch alle Tierkadaver von den Straßen einsammeln.
Die finanzielle Unterstützung der Stadt reicht nur für diese grundlegenden Aufgaben und auch nur, wenn sie pünktlich zahlen würde. Unglücklicherweise ist sie aber permanent im Rückstand.
Wir müssen daher alle Kosten laufend von unserem privaten Geld bezahlen. Momentan sind es 7 Monate, für die wir die Kosten aus Privatmitteln vorfinanziert haben.

Theoretisch müssen wir alle Hunde nach 15 Tagen Quarantänezeit einschläfern, wenn die Besitzer sie nicht abholen. D.h. wir können nicht, wenn irgendwann alle Zwinger voll sind, sagen, dass wir wegen Überfüllung keinen Hund mehr aufnehmen können. Wir sind verpflichtet, für Neuzugänge einen Zwinger frei zu machen und den Hund einzuschläfern, der bisher den Zwinger besetzt hat.
Das ist der Grund, warum wir in erster Linie so viele Hunde wie möglich in ein neues Zuhause vermitteln lassen möchten. Wir haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder vermitteln oder nach einer bestimmten Frist einschläfern. Wir können sie nicht für längere Zeit in den Zwingern halten.

Und das ist der Punkt, wo die Tierschutzarbeit ins Spiel kommt. Wir versuchen so viele Hunde wie möglich zu retten. Wir bauten einige Gruppenzwinger, um die Hunde dort nach der Quarantänezeit zu halten, um sie von dort aus zu vermitteln. Ebenso sorgen wir für die medizinische Versorgung im Krankheitsfall und die Kastrationen und Impfungen der Hunde, die für eine Adoption reserviert werden. Die finanzielle Unterstützung für diese Aufgaben kommt ausschließlich von einigen Helfern. Meistens sind es Privatpersonen, Pflegestellen und auch ein paar Hilfsorganisationen. Mithilfe dieses Netzwerks konnten wir in den letzten 2 Jahren ca. 500 Hunde vermitteln.

Und als wenn unser Leben nicht schon schwierig wäre, hat sich nun unsere Hauptpartnerorganisation bei diesen Vermittlungen gerade vor 2 Wochen entschlossen, uns zu verlassen, so dass wir zur Zeit völlig ohne entsprechende Unterstützung dastehen. Unser Ziel, für ein besseres Leben der obdachlosen Hunde zu sorgen, wird dadurch noch schwieriger.

Zur Infrastruktur:
Wir nutzen das Gebäude der ehemaligen Tötungsstation (s. Fotos) mit den Quarantänezwingern und 6 größeren Zwingern. Die Station wurde ehemals gebaut, um die Hunde während der 15 Tage unterzubringen. Daher sind die Zwinger weit entfernt von einer ordentlichen Bauweise. Die von uns gebauten größeren Gruppenzwinger waren als Übergangslösung geplant, aber es scheint, als würden sie aus Geldmangel zu einer Dauerlösung werden.
Nach langem Warten erhielten wir von der Stadtverwaltung die Zusage, ein neben der Station liegendes freies Gelände pachten zu können, um dort neue Tierheimzwinger zu bauen. Aber nachdem wir vom ungefähren Umfang der Erschließungskosten erfuhren, mussten wir dieses Projekt verschieben bis die erforderlichen Mittel verfügbar sind.

Soweit diese Kurzdarstellung über uns. Alle weiteren Fragen beantworten wir gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Imre Selmeczi und das ganze Bella-Team
iris tzamalidis
 
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