Flash

Die aktuellen Tagebücher unserer Pflegehunde

Flash

Beitragvon admin » Di 17. Mai 2016, 18:30

Mein Name ist Flash, genau das ist Englisch für Blitz. Meinen Geburtstag weiß ich nicht so genau, aber ich bin ungefähr ein halbes Jahr alt.

Am 15. April bin ich in einem großen Transporter, mit ganz vielen anderen Hunden nach Deutschland gefahren, das war ganz schön aufregend und anstrengend. Manchmal haben wir angehalten und einige Hunde durften aussteigen, beim -- -- dritten-- -- Halt war ich dann auch dabei. Da haben dann ganz viele Menschen gestanden und einige habe ich begrüßt. Und dann – ihr werdet es nicht glauben - musste ich erneut in ein Auto steigen, ich wollte nicht in die Box, da wusste ich ja auch noch nicht, dass ich in ein richtiges Zuhause fahre. Auf der Fahrt wurde ich gelobt, weil ich ganz ruhig war.

Moment mein Ohr juckt … *kratz* *kratz* … „ah“ schon besser.

Auf jeden Fall gibt es auch nach über einer Woche noch so viel Neues zu erschnuppern, zu lernen und zu erforschen. Meine Neugierde ist noch lange nicht gestillt und ich genieße mein neues Leben – mit vielen Spaziergängen und Streicheleinheiten – total. Ich hoffe bald ein Zuhause zu finden, mit liebevollen Menschen.

Jetzt möchte meine Pflegemutter mal ein bisschen was über mich schreiben.

Flash taut langsam wirklich auf. Am Anfang war Flash noch etwas verunsichert von der neuen Situation, schließlich kannte er das Leben in einer Familie noch nicht. Er ist ein unglaublich neugieriger, dankbarer und gelehriger Hund, den man nur liebhaben kann. Unser kleines Schlitzohr ist im Moment sehr auf mich fixiert – was aber ganz normal ist und woran wir bereits fleißig üben.

Alleine bleibt Flash noch nicht so gerne. Er fürchtet wahrscheinlich, dass ich nicht zurückkomme. Genauso tut er sich schwer sich von mir zu entfernen, versucht mein Mann mit ihm raus zu gehen weigert sich Flash, von meinem Mann liebevoll „Störrischer-Esel- Hund“ genannt, das Grundstück ohne mich zu verlassen. Hierbei haben wir jedoch schon Fortschritte gemacht und es klappt immer besser. Generell ist Flash ein willensstarker Hund, der klare Grenzen lernen sollte. Wir vermuten, dass in der Ahnenreihe von Flash ein Border Collie steckt.

Das Schlitzohr hat einen starken Kau-Trieb, dem nicht ausschließlich das Hundespielzeug zum Opfer fällt. Flash und ich arbeiten jedoch daran, dass er lernt an was er kauen darf und an was nicht. Duschen macht Flash noch Angst, ist allerdings bei den meisten Hunden unbeliebt.

Flash kennt bereits die Kommandos „Sitz“, „Platz“ und „Hier“ – welche drinnen (ohne große Ablenkung) auch schon prima klappen. Des Weiteren, lernt er sich nach dem Spaziergang auf den Rücken zu legen, damit ich ihm die Pfötchen abputzen kann, bevor er mit seinen nassen und matschigen Pfoten auf die weißen Fliesen läuft. Er versteht sich gut mit anderen Hunden, Kindern und Pferden. Flash ist ein sehr gütiger Hund, der keinerlei Aggressionen zeigt und alles mit sich machen lässt.

Weine ich, oder habe ich Schmerzen versucht Flash erfolgreich mich zu trösten. Sobald er seine Schnauze auf meinen Beinen ablegt und mich so süß ansieht ist alles besser.

Ich wünsche mir für Flash ein Zuhause, in dem er natürlich geliebt wird und es auch genug Zeit gibt den klugen und sportlichen Schatz sowohl körperlich als auch geistig zu fördern.

Meine Ängste:

Meine Pflegemutter sagt manchmal ich sei ein kleiner Angsthase – es scheint echt so als sieht sie die ganzen schrecklichen Dinge und Monster und Gespenster gar nicht.

Also, passt gut auf:

Neulich auf einem Spaziergang, ich war völlig nichtsahnend, da war auf einmal mit großem Gebrüll ein monströses Monster auf meinem Lieblingsfeld. Das metallene Ungetüm riss mit seinen riesigen, spitzen Zähnen tiefe Furchen in den Boden. Umgeben von einer staubige Wolke aus Dreck. Ich dachte schon gleich ist es aus. Meine Pflegemutter ließ sich jedoch nicht zur Flucht überreden. Das Ding heißt Pflug und tut mir nichts, sagt meine Pflegemutter, aber ich bleibe trotzdem auf der Hut – wer weiß.

Und heute dann kam hier ein merkwürdig aussehender neuer Kerl mit meiner Pflegemutter angerollt. Und ich wollte ihn ja zum Spielen auffordern, aber dann fing er aber an ganz fürchterlich zu brummen. Sofort legte ich den Hunde-Rückwärtsgang ein. Der Kerl fing dann an mit seinem langen Rüssel meine Haare und die Krümel vom Boden aufzufressen. Als er gemeinsam mit meiner Pflegemutter einmal durchs Zimmer war und alles aufgefressen hatte, ist er plötzlich wieder ganz still geworden. Naja, zum Glück schläft „DER“ in der Abstellkammer. Erschreckt habe ich mich trotzdem.

Meine Pflegemama meinte auch ich bin ein Angsthase, weil ich vor der Gießkanne die Flucht ergriffen hätte, aber das war ganz anders. Ich bin nur schnell ganz weit weg geflitzt, weil ich nicht wollte, dass die Gießkanne sich erschreckt.

Außerdem erschrecke ich mich vor Autos, wenn Stöckchen oder so geworfen werden (die Bewegung verwechsle ich wahrscheinlich) und wenn jemand schimpfend auf mich zu läuft.
Aber jetzt muss ich erst mal los, meine Pflegemama ruft. Ich glaube wir gehen spazieren.

Ein anderes Mal mehr von mir – haltet die Ohren steif.
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